Ein Schlafzimmer wie ein Boutique Hotel
- 21. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Bei diesem Projekt war mein Ziel von Anfang an klar: Ich wollte einen Raum schaffen, der sich nicht wie ein klassisches Schlafzimmer anfühlt, sondern wie eine persönliche Suite in einem Boutique Hotel – ruhig, elegant und mit einer ganz eigenen Geschichte.

Tiefe und Ruhe durch Farbe
Die Entscheidung für die dunkelblaue Tapete mit Arkadenmotiv war dabei der Ausgangspunkt für alles Weitere. Ich liebe es, Räume vollständig zu denken, und hier war mir wichtig, die Wände bewusst wirken zu lassen. Das tiefe Blau umhüllt den Raum fast wie ein Kokon und schafft sofort eine ruhige, geschützte Atmosphäre. Gleichzeitig geben die Arkaden dem Ganzen eine architektonische Struktur, die den Raum spannender macht, ohne laut zu sein.
Ein Spiel aus Kontrasten
Um diese Tiefe aufzulockern, habe ich mich für zartrosa Volan-Gardinen entschieden – sowohl vor den Fenstern als auch für den Kleiderschrank. Für mich ist genau dieser Kontrast entscheidend: das Dunkle, Erdende der Wände trifft auf etwas Leichtes, Weiches. Die Stoffe bewegen sich sanft im Raum und nehmen der Strenge des Blaus die Schwere.

Kunst mit Geschichte
Über dem Bett hängt eine alte Werbeanzeige von Chartier mit dem ikonischen Leoparden vor einem Pariser Schaufenster. Solche Stücke sind mir besonders wichtig, weil sie einem Raum sofort Tiefe und Persönlichkeit geben. Es geht nicht nur um Dekoration – es geht darum, eine Stimmung zu erzeugen, die über das rein Visuelle hinausgeht.

Materialien, die erzählen
Das Bett „Alba“ von Westwind bildet das Zentrum des Raumes. Ich habe es bewusst mit versilberten Vintage-Lampen aus Glas kombiniert, die rechts und links davon hängen. Ihr Licht ist weich und leicht schimmernd – genau das, was ich mir für diesen Raum gewünscht habe. Ergänzt wird das Ganze durch eine Wandlampe mit Leinenschirm, die das Licht noch einmal sanfter filtert. Ein kleines Highlight ist für mich auch der antike Nachttisch mit weißer Marmorplatte. Solche Stücke bringen immer eine gewisse Ruhe und Selbstverständlichkeit mit sich – sie müssen sich nicht in den Vordergrund drängen, sind aber essenziell für das Gesamtbild.
Ein Ort zum Ankommen
Am Ende lebt dieser Raum von seiner Zurückhaltung. Die dunklen Farben, die weichen Stoffe und die ausgewählten Materialien schaffen eine Atmosphäre, die fast automatisch entschleunigt. Genau das war mein Anspruch: ein Schlafzimmer, das nicht nur schön aussieht, sondern sich auch genauso anfühlt. Ein Ort, an dem man gerne ankommt – und noch lieber bleibt.












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